Niemand lernt KI durch Zusehen
Ihr Betrieb schickt die Belegschaft in eine KI-Schulung. Zwei Stunden Folien, ein Referent, am Schluss ein Handout. Oder die moderne Variante: eine Videoreihe auf der Lernplattform, die jeder in seinem Tempo konsumiert, mehr oder weniger konzentriert, meist nebenbei. Danach ist das Häkchen gesetzt. Und am Montag arbeitet niemand anders als vorher.
Das liegt am Format, nicht an den Leuten. KI ist eine Fertigkeit, kein Wissensgebiet. Man kann sie nicht durch Zuhören erwerben, so wenig wie Velofahren oder Verhandeln. Fertigkeiten entstehen durch Tun, mit Rückmeldung im Moment des Tuns. Wer einen Vortrag über gute Prompts hört, weiss danach, dass Kontext wichtig ist. Wer einen schlechten Prompt schreibt und im selben Augenblick eine Rückfrage bekommt, kann es danach.
Ein Video kennt Ihren Betrieb nicht. Es merkt nicht, wenn Sie abschweifen. Es passt sein Tempo nicht an, also langweilt es die Geübten und hängt die Einsteiger ab. Vor allem fragt es nie nach. Genau das Nachfragen ist aber die Fähigkeit, die eine KI von einer Suchmaschine unterscheidet, und die Ihre Leute beherrschen müssen.
Der Tutor ist das Lernmedium. In unserer betrieblichen KI-Ausbildung führen die Teilnehmenden jede Einheit als Gespräch mit Claude, dem Frontier-Modell von Anthropic. Sie arbeiten von der ersten Minute an mit der KI an ihren eigenen Aufgaben. Der Tutor zeigt am Beispiel, statt Definitionen abzufragen, und er liefert selbst sofort etwas Brauchbares: einen Entwurf, eine Struktur, die entscheidende Rückfrage. So erleben die Teilnehmenden im Kurs, was gute KI im Arbeitsalltag leistet.
Am eigenen Betrieb, nicht am Fallbeispiel. Ab Modul 2 entsteht pro Einheit ein Werkstück zum eigenen Unternehmen: Prozess-Steckbrief, Datenlandkarte, Quick-Win-Steckbrief. Was dabei herauskommt, bleibt nutzbar. Am Ende steht eine ehrliche Standortbestimmung statt eines Handouts.
Nachweisbar. Drei Praxisfragen schliessen jede Einheit ab, alle drei müssen sitzen. Wer ein Modul abschliesst, erhält ein Zertifikat. Sechs Module, rund eine bis anderthalb Stunden pro Modul, im Browser, im eigenen Tempo, auf Deutsch und Englisch. Kein Tech-Vorwissen nötig.
Wann schwenken Sie um. Ihr Betrieb wird KI-Kompetenz aufbauen. Offen ist nur, womit. Solange die Antwort Folien und Lernvideos heisst, zahlen Sie für Anwesenheit statt für Können. Die Module 1 und 2 unserer betrieblichen KI-Ausbildung sind für die ersten 50 Plätze kostenlos, maximal zwei pro Firma. Probieren Sie es an sich selbst aus, bevor Sie es für Ihr Team entscheiden.
Wissen kann man vortragen. Können muss man üben.
Autor: Georges Leuenberger, im Dialog mit Claude (Anthropic).