KI trifft SharePoint: nervt beim Einrichten, überzeugt im Betrieb.
Wir haben in einem KMU eine unternehmensweite KI-Schicht eingezogen: ein KI-Assistent (Claude Opus 4.8, Stand 06/2026), über MCP an Microsoft Graph angebunden, also an SharePoint, E-Mail und Teams. Kurzes Fazit vorweg: Das Einrichten von SharePoint war mühsam. Der Betrieb ist es nicht. Und unter dem Strich rechnet sich die Einführung klar.
Was beim Einrichten mühsam war
Der Aufbau war zäh. SharePoint ist im Handling eine Zumutung: ein träges Interface und eine Logik aus Sites, Bibliotheken und Berechtigungen, die sich nicht von selbst erschliesst. Was den Aufbau gerettet hat, war ausgerechnet der KI-Assistent selbst — er hat beim Strukturieren, Berechtigen und Aufräumen mitgearbeitet, statt uns mit der Microsoft-Doku allein zu lassen.
Warum der Betrieb überzeugt
Im Betrieb dreht sich das Bild. Genau diese Microsoft-365-Ablage taugt als leichtgewichtiges RAG: Die Mitarbeitenden fragen in natürlicher Sprache, der Assistent holt das passende Dokument und nennt die Quelle gleich mit — ohne Vektor-Datenbank, ohne eigene Pipeline. Dasselbe gilt für E-Mail und Teams. Das Wissen, das ohnehin im Haus liegt, wird abfragbar.
Wann sich der Aufwand rechnet
Für wen sich das lohnt: Wer Microsoft 365 ohnehin betreibt, bekommt mit überschaubarem Aufwand eine tragfähige KI-Schicht auf den eigenen Daten — kein neues System, kein Datenumzug. Die teure Variante, Daten erst in eine separate Vektor-Datenbank zu überführen, braucht es für den Anfang nicht.
Ehrlich bleibt: Der Einstieg kostet Geduld, und SharePoint wird dadurch nicht schön. Aber die Hürde liegt im Einrichten, nicht im täglichen Gebrauch — und sie fällt nur einmal an.
Die Einrichtung ist der Preis. Der Betrieb ist der Gewinn.
Wir begleiten Schweizer KMU auf diesem Weg — menschlich, kompetent, ganzheitlich.